Der Sporthund

Sport-, Dienst- und Rettungshunde sollten ein bis zweimal im Jahr der Physiotherapeutin vorgestellt werden. Sie prüft die Einsatztauglichkeit des Hundes und zeigt Ihnen, wie Sie Ihren Hund vor dem Training richtig aufwärmen. Dann können Hund und Führerin/Führer gemeinsam viel Freude an der Arbeit haben.


Die Beweglichkeit ist beim Hund zwischen dem 14. Lebensmonat und dem dritten Lebensjahr am größten und nimmt in der Folge schnell ab; sie kann durch Dehnen und richtiges Aufwärmen vor dem Sport trainiert werden und erhalten bleiben. Das Aufwärmen verringert die Verletzungsgefahr beim Sport und ermöglicht dem Hund Bestleistungen.


Wenn der Hund vor der Arbeit in der Box oder im Auto liegt, befindet sich seine Muskulatur im Ruhe-Modus: Der Muskel-Stoffwechsel läuft auf Sparflamme, die Muskulatur wird schlecht durchblutet, der Reibungswiderstand zwischen den Muskelfasern und in den Gelenken ist relativ hoch. Die Atmung und das Herz-Kreislauf-System sind auf "Ruhe" eingestellt.


Damit die Stoffwechsel-Versorgung der Muskulatur schrittweise zunimmt, sollte der Organismus des Hundes langsam auf die bevorstehende Anstrengung eingestellt werden. Die Muskulatur wird durch richtiges Aufwärmen weich und die Flüssigkeit in den Gelenken und Sehnenscheiden kann sich durch die Bewegung gut verteilen und neu produziert werden.


Das richtige Abkühlen nach dem Sport ist ebenso wichtig, wie das Aufwärmen. Das abrupte Ablegen des Hundes nach intensivem Sport kann ein Versacken des peripheren Blutvolumens verursachen. Das belastet das Herz-Kreislauf-System des Hundes.